Kapuzinergarten - Gartengeschichten


10. Town & Country Stiftungspreis: Kapuzinergarten Eden wird gewürdigt und gefördert

Erfurt, 21. November 2022 – Bereits zum zehnten Mal wurde dieses Jahr der Town & Country Stiftungspreis ausgelobt. Dieser fördert seit 2013 jedes Jahr gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen aus ganz Deutschland, die sich für körperlich, geistig und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen – mit einem Gesamtvolumen von fast 600.000 Euro. Traditionell im Herbst findet die Gala statt, in deren feierlichem Rahmen je Bundesland ein besonders beeindruckendes Projekt geehrt wird.

In der jeweils ersten Phase des Town & Country Stiftungspreises von Frühjahr bis Herbst erhalten 500 Initiativen je 1.000 Euro zur Unterstützung ihrer Projekte. Im zweiten Schritt wählt eine eigens dafür gebildete, extern besetzte Jury je Bundesland ein herausragendes Projekt aus. Die so ermittelten 16 Landespreisträger wurden nun am 18. November im Parksaal der Erfurter Steigerwaldarena feierlich ausgezeichnet und mit jeweils weiteren 5.000 Euro prämiert. Träger des diesjährigen 10. Town & Country Stiftungspreises 2022 für Bayern ist der Verein für Nachhaltigkeit e. V. aus Freising mit seinem Projekt „Kapuzinergarten Eden“.

Der Kapuzinergarten Eden ist ein von Studierenden gegründeter Gemeinschaftsgarten auf dem Campus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Der mitten in Eichstätt gelegene Garten ist ein Begegnungs- und Lernort für verschiedenste Gruppen der Stadt.

Projektkoordinatorin Dr. Johanna Umbach freut sich über die Würdigung durch den Town & Country Stiftungspreis: „Der Verein für Nachhaltigkeit e. V. bietet im Garten niedrigschwellige Angebote zu Nachhaltigkeit und möchte durch verschiedene Veranstaltungen für mehr Klimaschutz sensibilisieren. Dabei wollen wir verstärkt Kinder ansprechen und es ihnen ermöglichen, Natur zu erleben sowie klimaschonendes und ökologisches Verhalten spielerisch zu erlernen. Die Lehrkräfte hatten bisher aber keine Planungssicherheit bei schlechtem Wetter – ein großes Hindernis. Dank der Unterstützung der Town & Country Stiftung, der Deutschen Postcode Lotterie und vieler anderer Partner war es dieses Jahr möglich, einen Geo-Dome aus Lärchenholz und Spezialfolie als Gewächshaus und Unterschlupf für Regentage zu bauen. Zur Umsetzung haben wir mit dem Team der Firma Vision-Domes zusammengearbeitet, die heute auch hier in Erfurt mit dabei sind. Aber auch Schüler:innen des Berufsvorbereitungsjahres und der Montessori-Schule Eichstätt haben uns tatkräftig beim Aufbau unterstützt. Der Geo-Dome wird bereits von vielen Gruppen genutzt.“

Alle Landespreisträger des 10. Town & Country Stiftungspreises werden zudem für den Deutschen Engagementpreis 2023 nominiert, den Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Dafür können die Ausgezeichneten aller in Deutschland vergebenen Engagementpreise nominiert werden; Initiator und Träger ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss großer deutscher Verbände der Zivilgesellschaft. Gefördert wird der Preis vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von der Deutschen Fernsehlotterie und der Deutsche Bahn Stiftung

Geo-Dome ist (fast) fertig und bereits Treffpunkt

Eichstätt, 15.11.2022 - Nachdem der Geo-Dome im Oktober seine Außenhaut und im November Fensteröffner und andere Details bekommen hat, steht er jetzt schick und (fast) fertig im Garten. Über den Winter wird noch die Tür eingebaut und im Frühjahr soll er das erste Mal bepflanzt werden. Schon jetzt kann der Dome von Gruppen und Seminaren genutzt werden. Bei Interesse bitte einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. 

Richtfest für Geo-Dome im Kapuzinergarten

Eichstätt, 25.7.2022 - „Der Dome verknüpft geschickt Vision mit althergebrachter Tradition – fußt also auf Vergangenheit und weist doch in eine neue Zeit“, so hieß es im Richtspruch für den neuen Geo-Dome im Kapuzinergarten. Das ist eine gute Zusammenfassung des Projekts: Der Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände des Klostergartens mit 400 Jahren Geschichte bekommt ein neues Gewächshaus. Der Rohbau des so genannten Geo-Domes, eines innovativen, nachhaltigen und stabilen Bauwerks steht nun. Am Montagabend kamen an der Urban-Gardening-Gruppe beteiligte Bürger und Studenten sowie geladene Gäste aus der Stadt zum Richtfest. Der Community-Music-Chor der Katholischen Universität brachte einen musikalischen Segenswunsch mit.

Johanna Umbach, die derzeitige hauptamtliche Leiterin des Förderprojektes Kapuzinergarten, betonte, das neue Gewächshaus sei ein weiterer Schritt, den ehemaligen Klostergarten, „ein Denkmal, einen einzigartigen Teil von Eichstätt“ zu erhalten. Vor zwölf Jahren hatte eine Gruppe aus der Studenten- und Bürgerschaft begonnen, den Kapuzinergarten gemeinschaftlich zu bewirtschaften, um ihn vor dem Schicksal zu retten, einer Parkhaus-Baustelle weichen zu müssen. Seit drei Jahren nun wird im Garten mithilfe von Fördermitteln professionell Umweltbildung betrieben.

Joachim Hamberger, der Vorsitzende des Trägervereins „Verein für Nachhaltigkeit e.V.“ aus Freising, bezeichnete den Geo-Dome als wichtigen Teil des Umweltbildungs- und Urban-Gardening-Projekts. Es fördere das Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit in der Gesellschaft, „denn verändern können wir uns nur, wenn wir bilden“. Er forderte die anwesenden Gäste auf: „Tragen Sie dazu bei, dass dieser Ort hier weiter belebt wird!“ Thomas Schwab, ebenfalls vom Trägerverein, erklärte, dass bereits in der ersten Förderphase „Klimagarten Eichstätt“ zehn Schulen Interesse bekundet hätten, den Kapuzinergarten als außerschulischen Lernort zu nutzen. Das Problem: Bisher mussten Exkursionen bei Regenrisiko oft abgesagt werden. Jetzt bietet das Gewächshaus im Notfall bei einem Schauer einen trockenen Unterschlupf. „Wir nennen das Gewächshaus plus“, sagte Schwab.

An den Kosten und der Organisation haben sich neben der Projektförderung von der Deutschen Postcode-Lotterie von rund 80 000 Euro auch weitere Akteure und Sponsoren beteiligt – unter anderem die LAG Donau-Altmühl, die Miteinander-Stiftung, die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt, der Studentische Konvent, das Facility-Management und weitere Abteilungen der Katholischen Universität. Mitgebaut haben Klassen der Montessori-Schule und der Staatlichen Berufsschule Eichstätt sowie KU-Studierende und freiwillige Helfer. Noch fehlen zur Fertigstellung etwa 4000 Euro – diesen Betrag minderte die Town-and-Country-Stiftung beim Richtfest um 1000 Euro, indem sie eine entsprechende Spende übergab.

Der neue Geo-Dome sei das „Produkt jahrelanger Arbeit“, sagte Johanna Umbach. Gegen Ende des Prozesses kam das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Start-up Vision Domes dazu, das den Bau für den Kapuzinergarten konstruierte und den Aufbau anleitete. Vision-Domes-Konstrukteur Leo Schleith trug nun den Richtspruch für den Rohbau vor und bat um Gottes Segen: „Beglück mit deinem Segen dieses Haus und alle, die da gehen ein und aus.“

Text: Katrin Poese

Neuer Solar-Dörr-Automat für den Gemeinschaftsgarten

Eichstätt, 20.7.2022 - Anna, Kai und Sebastian vom BNE-Projektseminar der KU Eichstätt haben als Prüfungsleistung diesen wunderschönen Solar-Dörr-Automat für den Kapuzinergarten gebaut. In wenigen Tagen stellt dieser superleckeres Trockenobst nur mit Sonnenenergie her und wird schon fleißig von den Gärtnerinnen und Gärtnern verwendet. Vielen Dank!

Bauwoche mit den Jugendlichen der Montessori-Schule

Eichstätt, 19.7.2022 - Der Gemeinschaftsgarten „Kapuzinergarten Eden“ bekommt ein neues Gewächshaus – es ist nachhaltig, verträgt sich mit dem historischen Umfeld und bietet bald der Gartengruppe Platz für wärmeliebende Pflanzen. In einem gemeinsamen Kraftakt haben Schülerinnen und Schüler der Eichstätter Montessorischule, der Berufsschule und Studierende der Katholischen Universität zusammen mit dem Projektteam und Profis vor Kurzem den Rohbau fertig gestellt.

Schon über das neue Gewächshaus lässt sich einiges lernen: Es ist ein Geo-Dome, so nennen sich Bauten, die eine geodätische Kuppel bilden. Die Kuppel ist aus Dreiecken aus deutschem Lärchenholz konstruiert, die sich zu einer stabilen Gitterform zusammensetzen. Sie machen den Bau widerstandsfähig gegen Wind und Schneelast. Die Wände werden noch mit ETFE-Folie verkleidet, einem leichten Hightech-Material, das auch für die berühmten Waben der Allianzarena verwendet wurde. So soll das Gewächshaus im Kapuzinergarten möglichst lange halten. Sollte es irgendwann nicht mehr gebraucht werden, lässt es sich wieder in Einzelteile zerlegen, die Schraubfundamente lassen sich aus dem Boden drehen – so bleiben keine umweltbelastenden Reste zurück.

Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Gewächshaus ist vor drei Jahren entstanden: Schon länger kooperiert der Kapuzinergarten für Projekte mit der Montessori-Schule. Jakob Reitberger, Technik-Lehrer dort, ist schon länger begeistert von der Geo-Dome-Bauweise. Jetzt hat der Lehrer mit Schülerinnen und Schülern aus der siebten und achten Klasse geholfen, den Eichstätter Geo-Dome aufzubauen – in der Montessori-Schule sind für diese Klassenstufen besonders viele praktische Aktionen für den Unterricht eingeplant. Nachdem Lehrer Clemens Schreiner mit seiner Berufsintegrationsvorklasse der Staatlichen Berufsschule Eichstätt das alte Gewächshaus abgetragen, die nötigen Messungen gemacht und die Fundamente gesetzt hatte, klappte der Aufbau des Geo-Domes innerhalb von einer Woche: Die Firma Vision Domes lieferte die Einzelteile an, in der Montessori-Schule wurden die Holzteile lasiert und zu Dreiecken zusammengesetzt, im Garten selbst wurden dann die Dreiecke zu Drachenformen und diese wieder miteinander verbunden, so bildete sich Stück für Stück die Kuppel aus. Bei den kraftaufwändigeren Arbeiten am oberen Teil der Kuppel halfen noch Studierende aus einem Seminar der Biodidaktik an der KU mit. Die hauptamtliche Projektleiterin des Kapuzinergartens, Johanna Umbach, ist glücklich mit dem Ergebnis: „Ich bin wirklich begeistert, dass die Jugendlichen das so gut gemacht haben“, sagt sie. Der größte Teil der Mittel für den Bau stammt aus der Projektförderung, die der Kapuzinergarten derzeit von der Deutschen Postcode-Lotterie erhält. Weitere Förderer, wie etwa die LAG Altmühl-Donau und Stiftungen, unterstützen mit kleineren Summen.

Die ganze Konstruktion stammt von einem Start-up aus Mannheim: Die Vision Domes GmbH hat sich auf Geo-Domes spezialisiert. Ein Angebot der Firma ist, Workshops mit Schulklassen zu machen, bei denen derartige Kuppeln gemeinsam aufgebaut werden – normalerweise allerdings entstehen dann einfachere Bauten aus recycelten Matratzenrost-Latten. Die Eichstätter Variante stammt aus der Profi-Linie der Firma, die normalerweise auch von Profis montiert wird. Entsprechend begeistert ist Leo Schleith, einer der Gründer von Vision Domes und zuständig für die technische Konstruktion, vom Ergebnis: „Da ist wirklich eine gewisse Sorgfalt nötig, denn hier muss alles sitzen“, sagt er. Die abschließenden Messungen bestätigen es: Die Konstruktion ist sehr gut gelungen. Gemeinsam haben die Gartengruppe, die Schüler und Studenten einen Geo-Dome mit sieben Metern Durchmesser aufgebaut. Nun folgen noch Fenster, Türen, Bedachung und Innenausbau. Dann bietet der Geo-Dome Platz für Pflanzen und als Regenunterstand, falls Gruppen im Garten von einem Schauer überrascht werden. 

Text: Kathrin Poese

Berufsvorbereitungsjahr unterstützt Gewächshaus-Bau

Endlich geht es voran mit dem Bau des neuen Gewächshauses, das in Form eines Geo-Domes im Sommer entstehen soll. An zwei Vormittagen kam Verstärkung in Form des Berufsvorbereitungsjahrs der Berufsschule Eichstätt angerückt, um die Schraubfundamente auszumessen und zu setzen. Mit Maßband, Spaten und Laser-Messgerät gingen die Jugendlichen ans Werk und wurden dabei von ihren Lehrern unterstützt. Besonders das Setzen des Schnurgerüsts war eine Herausforderung, die sie aber unter Anleitung meisterten und die 80 cm langen Schrauben punktgenau in den Boden drehten. Danach erfrischten sie sich zufrieden im Schatten der Bäume bei einem Apfelsaft. Die Gemeinschaftsgärtner freuten sich riesig über die Hilfe und werden voraussichtlich im Juli mit dem Bau des eigentlichen Domes beginnen. 

Bundesweiter Aktionstag Krautschau am 24.5.2022

Warum nehmen wir viele unscheinbare Pflanzen und Kräuter so wenig oder sogar nur als störend wahr? Was macht „Unkraut“ eigentlich zu Unkraut und wie lässt sich diese Wahrnehmung verändern? Mithilfe der Stadtbotanik-Aktion #krautschau soll auf die zunehmend zu beobachtende ‚plant blindness‘ aufmerksam gemacht werden. Ausgerüstet mit Pflanzenbestimmungsapps, unterstützt von der Biologin Brigitte Krach von der Biologie Didaktik der KU und bewaffnet mit Kreide haben auch wir Blumen, Gräser, Moose, Kräuter und vor allem "Unkräuter" aufgespürt, bestimmt und beschriftet. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der KU und in Kooperation mit der Neueren deutschen Literaturwissenschaft und dem Green Office der KU statt.

Ziel der bundesweit stattfindenden Krautschau ist es, nicht nur die Wahrnehmung der Teilnehmer der Aktion zu verändern, sondern auch die der Passantinnen und Passanten, die dadurch die heimische Pflanzenvielfalt bewusster kennen- und vielleicht auch schätzen lernen. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter https://www.senckenberg.de/de/krautschau/

Kräuterglück für Neugierige

Zum zweiten Mal fand am 20. Mai der Workshop "Kräuterglück - Wildkräuter sammeln und Tees selbst herstellen" mit Elisabeth Gruber statt. - Ein Highlight unserer Gartensaison. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich erst auf eine kleine Entdeckungstour durch den Garten, um einfache und häufig vorkommende Wildkräuter kennenzulernen. Danach ging es im Schatten der Obstbäume weiter, wo Frau Gruber Tricks und Rezepte teilte und wichtige Hinweise zum Umgang mit Kräutern gab. Anschließend durfte jeder selbst aktiv werden und sich aus den bereits getrockneten Kräutern einen Tee zum Mitnehmen mischen. Wir sind begeistert und haben einen neuen Blick auf das Thema "Unkräuter" bekommen!

Erste Vorbereitungen für den neuen Geo-Dome

Am Wochenende vom 7./8. Mai war im Kapuzinergarten einiges los: Kinder, Eltern, Studierende und Interessierte bereiteten den Bauplatz für das neue Gewächshaus vor. Es wurde aufgeräumt und gemessen, markiert und überlegt. Musik war aus einer Box zu hören und die Stimmung war gut. Die Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner entfernten die Grassoden und bereiteten schon ein wenig den Boden so vor, dass demnächst die Berufsvorbereitungsklasse der Berufsschule mit dem Einmessen der Fundamente beginnen kann. Kinder spielten mit kleinen Schaufeln und halfen den Großen. Dazu gab es den eigenen Apfelsaft und das eine oder andere lauwarme Bier. Am Ende waren sich alle einig: Anstrengend und toll!

Platz machen für mehr und längere Ernten

Am Freitag, den 18.3. 2022 ging es dem alten Gewächshaus im Kapuzinergarten an den Kragen: Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Berufsvorbereitungsklasse der Berufsschule Eichstätt baute die Gartengruppe das zuletzt sehr in die Jahre gekommene Häuschen ab. Beim letzten Schneefall war sogar das Dach eingestürzt und hatte der alten Konstruktion den Rest gegeben. Wie gut, dass dieses Jahr mit Fördermitteln der Postcode-Lotterie ein neuer innovativer Geo-Dome entstehen soll. Der Kuppelbau aus einer Holzkonstruktion mit Dreiecken und einer Folie soll in Zukunft früher im Frühjahr und länger im Herbst Ernten ermöglichen und bei plötzlichen Regenschauern den Gärntnern auch mal Zuflucht bieten. Der Aktionstag war ein voller Erfolg: Innerhalb kurzer Zeit war das Gewächshaus abgebaut, die Materialien sortiert und es konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden: Pizza aus dem Lehmofen essen und sich über die Arbeit freuen. Bald kann es hoffentlich weitergehen!

Dreiteiliger Permakultur-Kurs am 12.2.22 gestartet
Vom Beobachten und Erkennen 

Bei schönstem Sonnenschein und einem wärmenden Feuer starteten am Wochenende 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den diesjährigen Einführungskurs zur Permakultur. Die Dozentinnen Anna Rodewald und Johanna Umbach erklärten zunächst, was Permakultur bedeutet und woher dieser Gestaltungsansatz kommt. Nach einer kleinen Knobelaufgabe zu den Prinzipien der Permakultur wurde es dann praktisch: Kreisläufe schließen und aus "Abfall" Ressourcen machen lautete die Aufgabe. Die Gruppe begann, Astschnitt zu zerkleinern, zu häckseln und legte einen Kompost an. Nach einer kleinen Pause mit einer wärmenden Suppe erklärten Anna und Johanna verschiedene weitere Kompost-Techniken und zeigten einfache Möglichkeiten, auch zu Hause mit einer Wurmkiste zu arbeiten. Nach einer anregenden Diskussion zu unterschiedlichen Komposten war der Vormittag im Flug vergangen und es wurden Wünsche für den zweiten Teil der Veranstaltung gesammelt. Teilnehmerinnen und Dozentinnen juckte es bereits sehr in den Fingern, endlich im Garten durchzustarten.

  • 20220120 150600 Re

Vom Schneiden im Schnee
Baumschnitt-Kurs am 20.1.2022

Gerade noch hatte es frisch geschneit und der eisige Wind pfiff durch den Garten. Trotzdem hörte eine kleine Gruppe neugieriger Gärtnerinnen und Gärtner gebannt Jürgen Naumann zu, der fachmännisch in Wuchsgesetze und den Schnitt von Obstbäumen einführte. Zuerst theoretisch, dann auch praktisch zeigte er, wie jeder einfach selbst seine Bäume im Garten schneiden kann. In kleinen Gruppen machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann selbst ans Werk, um die alten Bäume im Kapuzinergarten wieder etwas zu verjüngen. Besonders die sehr geliebte Quitte und Renneclode bekamen einen schicken neuen Schnitt und bei der Gelegenheit zeigte Naumann auch gleich, wie sich einfach Edelreiser für die Veredelung der Renneclode schneiden lassen. Auch der Wein, die Aprikosen und Pfirsiche kamen endlich in den Genuss eines Pflegeschnittes und nun wissen die Gemeinschaftsgärtner, wie sie in Zukunft auch dieses Obst pflegen können. Nach ein paar Stunden gingen alle zufrieden und durchgefroren nach Hause. 

Tauschen unter Apfelbäumen
Kleidertauschparty im Kapuzinergarten am 6.7. und 12.7.2021

Die Kleidertauschparty des Umweltreferates der KU war ein voller Erfolg! Nachdem wir den ersten Termin aufgrund des Regens verkürzen mussten, strahlte die Sonne mit all ihrer Kraft beim Ersatztermin am 12.7. für uns! Fans des Secondhand-Shopping - freut euch jetzt schon auf eine Wiederholung im nächsten Sommersemester! Whoop whoop!! :tada: Wir hoffen, ihr hattet eine gute Zeit und konntet das ein oder andere neue Lieblingsteil abstauben :sternaugen: Die übrig gebliebenen Kleidungsstücke sind nun auf dem Weg zur Kleiderannahmestelle der Caritas in Gaimersheim, wo sie wieder zurück in den Kreislauf gegeben werden und hoffentlich bald ihre neuen Zuhause finden :erröten::grünes_herz:



Neue Gartenelemente im Kapuzinergarten Eden
Der Bau eines Totholz-Biotops am 02.06.2021

Seit dem 2.6. dürfen wir in unserem schönen Kapuzinergarten Eden ein weiteres Gartenelement bewundern. Heimische Insekten und Nützlinge wie etwa Wildbienen werden hoffentlich neue Bewohner:innen des zweiteiligen Totholz-Biotops, bestehend aus einem Totholz-Haufen und einer Reisighecke. Der Bau wurde von vier Studentinnen des Seminars „Projektseminar Nachhaltige Entwicklung“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt organisiert und durchgeführt. Auch die Teilnehmenden des Seminars „Grundlagen und praktische Umsetzungsbeispiele für nachhaltige Entwicklung: Imkerei“ waren mit vor Ort und konnten über die Auswirkungen von Totholz-Biotopen auf heimische Insekten und Nützlinge lernen. Vielen Dank für das tatkräftige Engagement!



Tauschbörse für Saatgut und Jungpflanzen
Tauschen und Verschenken am 23.05.2021

Wieder zu viele Tomatenpflänzchen vorgezogen? Immer noch Bohnensamen aus dem eigenen Garten von den letzten Jahren übrig? Vergangenes Wochenende konnten wir im Kapuzinergarten Eden unsere erste Tauschbörse für Saatgut und Jungpflanzen durchführen 🤗 Hobbygärtner:innen tauschten oder verschenkten hier kleine Pflanzen, Stecklinge, Ableger.. Trotz wechselhaftem Wetter durften wir viele Besucher:innen begrüßen. Wir haben uns riesig über das große Interessen am Austausch mit anderen Pflanzenfreund:innen, sowie an unserem Gemeinschaftsgarten 🥕 gefreut! Von Klassikern, wie Tomaten oder Mangold gingen auch Besonderheiten wie Baumspinat, Zimtbasilikum oder Weinraute über den Tisch 🤓

Waschmittel selbst herstellen
Online-Workshop mit Kernseife, Soda und Co. am 18.05.2021

Plastikfrei, ihr wisst genau, was drin ist und auf Dauer schont es den Geldbeutel und die Umwelt?! Bei unserem Workshop konnten 30 Teilnehmende online lernen, Waschmittel selbst herzustellen. Unsere Referentin Esther Zimmer hat uns gezeigt, wie das mit Kastanien, Wäscheball und DIY Fein- & Wollwaschmittel funktioniert.
Dazu gab es auch einen theoretischen Input, in dem wir uns die "Alleskönner" Kernseife und Soda genauer angeschaut und konventionelles Waschmittel unter die Lupe genommen haben. In einer anschließenden Diskussion gab es Raum für Austausch und Fragen rund um das Thema "Haushaltsmittel und Kosmetik selbst herstellen".



Bepflanzungs-Workshop der "CampusAckerdemie"
Auftakt-Veranstaltung am 14.04.2021

Bei uns im Garten ist die "CampusAckerdemie" gestartet. In dem Praxisseminar bekommen 20 Lehramtsstudierende mit, wie Gemüse angebaut und geerntet wird und erhalten Informationen zur didaktischen Vermittlung davon an Schulen. Beim 1. Praxis-Workshop wurde ein Gemüsebeet frisch angelegt und von den Studierenden bepflanzt. Über ein Semester lang kümmern sie sich nun darum und lernen parallel dazu durch digitale Lehrveranstaltungen, solche Seminare später mit Schüler:innen durchzuführen und ihnen die grundlegenden Zusammenhänge der Natur näher zu bringen. Das Praxisseminar findet so zum ersten Mal statt und ist ein Kooperationsprojekt des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) der KU, der Didaktik für Biologie und des Klimagartens Eichstätt mit dem Verein „Ackerdemia“.