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Diskussionsbeitrag

Wie nachhaltig und klimawirksam ist Heizen mit Holz?

Am 31. März 2020 sendete Frontal 21 einen Beitrag über die Wirkung von Holz als Energieträger. Anders als man gemeinhin dachte sei Holz als Heizmaterial nicht klimaneutral, es sei sogar klimaschädlicher als fossile Energieträger, so der Beitrag, da Holz einen viel geringeren Brennwert aufweise. Dass Brennholz ein Nebenprodukt der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern ist und somit regional erzeugt und verbraucht wird, taucht in dem Beitrag nicht auf. Auch wird komplett vernachlässigt, dass der klimaschädliche Kohlenstoff in den fossilen Brennstoffen seit Jahrmillionen geologisch gebunden ist und der Atmosphäre somit nicht zur Verfügung steht - solange man ihn in der Erde lässt. 

Dass Holz aber helfen kann fossile Energieträger zu substituieren, darauf geht der Beitrag allerdings nicht ein. Alte Bäume binden beim Wachsen mehr CO2 und wären dadurch positiver für das Klima, heißt es dort. Man solle daher Wälder alt werden lassen und Holz nicht einfach verfeuern oder für kurzlebige Produkte verwenden. Dass unsere Wälder immer älter und vorratsreicher werden, sich in ihnen auch mehr Totholz befindet, erwähnt der Beitrag hingegen nicht. Die jüngste Studie des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Jena spricht dagegen den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Deutschland eine ausgeglichene Kohlenstoffbilanz und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu. Auch diesen Aspekt spart der Beitrag bewusst aus.


Was denkt ihr, wie nachhaltig und klimaneutral ist das Heizen mit Holz. Befinden wir uns damit tatsächlich auf dem Holzweg, wie es Frontal 21 formuliert?

  • Autor: Julian Gröber

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